Das gesamte Gatterteam war an diesem Tag angetreten,  12 angemeldete Welpen und Junghunde zu empfangen, um diese mit einer umfangreichen Ausbildung über mehrere Stationen optimal auf die Erstbegegnung mit Sauen vorzubereiten,  zu einem für den jungen Hund nachhaltig positiven Erlebnis zu führen und sobei den nachfolgenden Übungen darauf aufbauen zu können.

Sehr erfreulich und ganz im Sinne unserer Gatterphilosophie war, dass alle Hunde im Alter von 5-10 Monaten  unserer Orientierung entsprachen.

Diese Übungstage, speziell für junge Hunde, die wir jeweils 2 Mal im Jahr  schon seit 2014 durchführen, finden nach wie vor großen Zuspruch bei den Hundeführern. Sie bieten die Chance, den jungen Hund frühzeitig auf die anspruchsvolle Arbeit an Sauen unter kontrollierten Bedingungen und mit positivem Ausgang, was in der Praxis so kaum möglich ist, heranzuführen.

Unser Anspruch ist, mit diesen Hunden weiter zu arbeiten und zu einer erfolgreichen Prüfung (ES) oder einem Naturleistungszeichen zu bringen, was mit etwa 60% bisher auch gelang.

„Vom Welpen bis zum brauchbaren Hund für die Schwarzwildjagd“!

 

Am 27. April mussten die Hunde einen Parcours von 5 Stationen absolvieren:

1.Schleppe mit frischer Schwarte 100-150 m lang

2. Sozialisierungsübungen

3. Gehorsam mit Schussfestigkeit

4.Pendelsau/Vorprägungskorridor

5.Arbeit im  Gatter (Leine, frei, durchgehende Begleitung)

Dieser Stationsbetrieb ist im Ergebnis unserer langjährigen Erfahrungen und des ständigen Meinungsaustausches mit erfahrenen Hundeführern und Züchtern entstanden. Der Anspruch ist hoch und verlangt vom Gattermeister in der ständigen Kommunikation mit dem Hundeführer methodische Feinarbeit, was uns nach Meinung der Teilnehmer auch gut gelingt.

 

Was stand nun unterm Strich bei unserer mehrstündigen Arbeit als Ergebnis:

Alle angemeldeten Hunde absolvierten die angebotenen Stationen.

Spannend war natürlich, wie sich die Hunde nach den vorbereitenden Übungen an der Pendelsau, mit der Sauschwarte  bzw. Frischling bei der ersten Begegnung an der für die Erstheranführung besonders geeigneten Sau verhalten würden:

>Alle Hunde wurden an der Leine an die Sauen herangeführt und waren    auch gut laut. Damit hatten alle Hunde das Erstziel, die Sau anzudrohen, erreicht.

>Alle Hunde wurden in Abstimmung mit den Hundeführern dann  geschnallt, eng begleitet und verfolgten die ablaufende Sau ebenfalls mit gutem Laut,

>Einige Hunde arbeiteten durchgängig schon über 5 Min ohne Unterbrechung und ließen sich gut optimieren.

>Fast alle Hunde arbeiteten mit großer Freude und ließen sich kaum abnehmen.

>7 Hunde nahmen in der 2.Lernphase die Arbeit an der Sau wieder selbständig auf und benötigten nur noch eine geringe Begleitung durch den Hundeführer.

Bei der anschließenden gemeinsamen Auswertung mit allen Teilnehmern zeigten sich die Hundeführer höchst zufrieden und brachten ihre Absicht zur Fortsetzung der Arbeit im Gatter klar zum Ausdruck. Für uns Gattermeister war dieser Tag eine weitere Bestätigung, die Welpen- und Junghundetage fortzusetzen.

Auf geht’s zum nächsten Welpen- und Junghundetag am 19.10.2019!

 

Karl Ernst Brehmer